Respekt zählt zu den Tugenden, zu den guten Eigenschaften, die jeder Mensch haben sollte.
Respekt bedeutet, die Würde, Rechte, Gefühle und Ansichten anderer zu achten, auch wenn man sie nicht teilt oder versteht. Er ist ein grundlegender Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen und drückt sich durch ein bewusstes und rücksichtvolles Verhalten aus.
Die Tugend des Respekts im Umgang mit Menschen im AS (Autismus-Spektrum) umfasst den Respekt vor deren Individualität. Ihre oft einzigartigen Wahrnehmungen, Denkweisen und Verhaltensweisen sollen weder bewertet noch kritisiert werden. Respekt zeigt sich darin, sich darum zu bemühen, diese Menschen zu verstehen und sie in ihrer Einzigartigkeit zu akzeptieren.
Respekt vor individuellen Grenzen
Ein zentraler Aspekt des Respekts ist das Verständnis und die Achtung der persönlichen Grenzen von Menschen im AS. Sensorische und soziale Besonderheiten können dazu führen, dass ihre Grenzen dort liegen, wo neurotypische Menschen keine empfinden. Respekt zeigt sich darin, diese Grenzen zu erkennen und sie uneingeschränkt zu akzeptieren.
Geduld als Ausdruck von Respekt
Respektvolle Kommunikation
Ein weiterer Ausdruck von Respekt ist die Art der Kommunikation. Viele Menschen im AS benötigen eine direkte und klare Sprache, um Informationen richtig zu verstehen. Es zeigt Achtsamkeit und Respekt, auf diese Bedürfnisse einzugehen und die Kommunikation entsprechend anzupassen.
Förderung von Autonomie und Selbstbestimmung als Zeichen des Respekts
Auch die Förderung und Anerkennung der Autonomie und Selbstbestimmung einer Person im AS ist eine Form des Respekts. Im Gegensatz dazu steht die „gut gemeinte“ Bevormundung.
Respekt durch Zuhören
Das Zuhören ist eine Möglichkeit anderen Menschen Respekt zu zeigen und ihnen zu zeigen, dass man sich für sie interessiert.
Hinsehen statt Wegsehen
Respekt bedeutet, aktiv auf Menschen im AS zuzugehen, anstatt sie aus Unsicherheit zu ignorieren. Oft neigen wir dazu, Berührungsängste zu entwickeln, weil wir uns unsicher fühlen oder nicht wissen, wie wir angemessen reagieren sollen. Doch anstatt aus diesem Unwissen heraus Abstand zu halten, ist es respektvoll bewusst hinzuschauen und offen zu sein.
Respekt, insbesondere im Umgang mit Menschen im Autismus-Spektrum – eine scheinbar selbstverständliche Tugend – sollte immer beachtet und bewusst gelebt werden. Dies führt dazu, dass sich Menschen im AS wertgeschätzt fühlen, was die Beziehungen zu anderen verbessert und die Lebensqualität aller Beteiligten steigert.

